
Rainer Mickan

STECKBRIEF
Hi, ich bin Rainer
… und möchte mich gerne im Stadtrat als Bürgervertreter für ein lebenswertes Wernigerode einsetzen.
Wo komme ich her?
In meiner Heimatstadt Dresden habe ich nicht nur die Liebe zur Natur und zur vielfältigen Kultur entdeckt, sondern auch die Vorteile eines gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrssystems schätzen gelernt. Besonders beeindruckend war für mich, dass meine Großeltern bis zuletzt dank der barrierefreien Gestaltung von Bussen und Bahnen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen konnten.
Während meiner mehrjährigen Aufenthalte auf der Rigi in der Schweiz erlebte ich die einzigartige Erfahrung einer autofreien Umgebung, die nur durch Bergbahnen zugänglich war. Diese Autolosigkeit erwies sich trotz einiger Einschränkungen als äußerst wertvoll und förderlich für Entschleunigung. Bereits damals wurde intensiv darüber diskutiert, wie viel Tourismus sowohl den Bewohnern als auch der Natur vor Ort zuträglich ist. Durch einen regen Austausch zwischen touristischen Anbietern, der Gemeinde und den Einheimischen konnten wir gemeinsam viele positive Lösungen erarbeiten, die allen Beteiligten zugutekamen.
Während meines Aufenthalts in der fahrradfreundlichen Stadt Münster habe ich zahlreiche Eindrücke gesammelt, die verdeutlichen, wie Fahrradfahren nahtlos in das alltägliche Stadtleben integriert ist. In Münster genießt das Fahrrad uneingeschränkte Priorität, und dennoch kommen alle Verkehrsteilnehmer problemlos voran.

Was mache ich sonst?
Als Diplom-Betriebswirt und Arbeits- sowie Organisationspsychologe bin ich hauptsächlich als freiberuflicher Berater in dieser Region tätig. Zudem übernehme ich an der psychologischen Fakultät der Fernuniversität Hagen die Verantwortung für kleinere Blockseminare. Gemeinsam mit einem Studienfreund betreibe ich außerdem einen kleinen Wasserwanderrastplatz in Mecklenburg-Vorpommern. In meiner Freizeit genieße ich es, mit meiner Familie viel Zeit im Freien zu verbringen und bin stets auf der Suche nach kulturellen Highlights in der Umgebung.
Was treibt mich an, nun für den Stadtrat zu kandidieren?
Die Bunte Liste und ihre Mitstreiter verfolgen bewusst eine alternative Herangehensweise zur traditionellen Parteipolitik. Unser Ziel ist es nicht, uns in einer bestimmten Partei zu positionieren, sondern vielmehr eine progressive Stadtvertretung zu bieten, die das Ziel einer lebenswerten Stadt vorantreibt. Dabei betrachten wir die Verwaltung als Partner, der innerhalb seiner Möglichkeiten eine Infrastruktur für ein gemeinschaftliches Stadtleben bereitstellt. Als Bürgerinnen und Bürger tragen wir jedoch auch Verantwortung, indem wir die Verwaltung dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Der gewählte Stadtrat bildet neben anderen, noch zu stärkenden Formen der Bürgerbeteiligung das Fundament für ein demokratisches Miteinander in unserer Stadt. Es ist wichtig, dass es unterschiedliche Standpunkte und Meinungen gibt. Unsere Aufgabe liegt darin, diese in den Ausschüssen und im Stadtrat zusammenzuführen, um so eine breite Basis für Entscheidungen zu schaffen.
Was sind die Themen, die mich im Rahmen von Stadtpolitik besonders umtreiben?
Zum einen die öffentliche Beteiligung und Information:
Das frühzeitige Einbinden von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden kann dabei helfen, dass Entscheidungen a) qualitativ besser und b) besser von den Beteiligten akzeptiert werden. Die Belange von jungen Menschen werden z.B. aktuell bei den Entscheidungen teilweise zu wenig bis gar nicht berücksichtigt.
Die Stadtgestaltung ist aktuell zu sehr auf Auto und gesunde Menschen ausgerichtet:
Sowohl mit dem Fahrrad als auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl bzw. Rollator ist unsere Stadt derzeit nicht wirklich attraktiv. In Zukunft werden zudem sowohl Einwohnerinnen und Einwohner als auch unsere Gäste immer älter – das heißt wir müssen unbedingt dafür Sorge tragen, dass diese Menschen dann immer noch selbstbestimmt am Stadtleben teilhaben können.
Ebenfalls ein Teil der Stadtgestaltung sollte es sein, dass die Innenstadt zwingend ein Ort der Begegnung ist. Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen wollen sich treffen und miteinander austauschen. Dafür braucht es diverse Angebote und eine mögliche Grundlage kann ein aktives Leerstandsmanagement der Gewerbeflächen in der Innenstadt sein.
Das Thema Nachhaltigkeit und die Finanzen sind natürlich ebenfalls Fokusthemen der Stadtpolitik, welche ich dabei als voneinander abhängig betrachte: Investitionen, welche uns z.B. dabei helfen den Klimawandel gut zu meistern, sind zwingend prioritär zu behandeln. Auch Investitionen, welche die Stadtgemeinschaft fördern und unsere Stadt fit für die alternde Gesellschaft machen, sind in meinen Augen wichtiger als Prestigeprojekte.
Was kann ich als Stadtrat für Angebote machen?
Ich möchte vor allem zum Austausch einladen und Prozesse, die in der Verwaltung und im Stadtrat ablaufen so transparent wie möglich darstellen. Das am liebsten bei einer Tasse guten Kaffee, z.B. bei mir im Büro in der Altstadt.
